Nun mal ein Artikel bei dem es nicht um Computer/Internet geht. Sondern um die Gesellschaft und das soziale Leben an einem Bahnhof.
Heute war mein zweiter Tag bei der Bahnhofsmission. Und es gab ein paar Begegnungen mit wirklich hilflosen Menschen.
Heute morgen um 11:30 der erste "Fall". Eine Frau mit psychischen Problemen, sie ist Stammgast bei der Bahnhofsmission. Die Krankheit äußert sich in der Weise, das die Frau ihren Tagesablauf perfekt planen muss und alles in den Terminkalender schreiben muss. Das eigentlich Problem bestand nun darin das sie den rechten Arm gebrochen hatten und daher nichts schreiben konnte. Das ist wohl eine Qual für die Personnen. Also musste/durfte ich ihre Termine in den Kalender eintragen und sie war glücklich.
Am Mittag kam dann ein Italiener der in Köln auf dem Bau gearbeitet hat und jetzt zurück in seine Heimat wollte. Das Problem er hatte angeblich nur 70€. Wir haben dann mit dem Busunternehmen gefeilscht, die dann letztendlich das Angebot gemacht haben, ihn für 75€ mit bis über die Grenze zu nehmen. Leider hat er das Angebot nicht angenommen, Wer weiß warum? Bestimmt kommt er nochmal wieder.
Nach dem Mittagessen hatten wir zwei Tunesier zu Gast, die wohl aus ihrem Land, aufgrund der Unruhen geflohen?! sind. Sie bekamen ein Zugfahrkarte und wurden in den Zug nach Dortmund gesetzt. Wo die ZAB (Zentrale Ausländerbehörde) ihren Sitz hat.
Zwischen drei und vier gab es wie immer für alle Obdachlosen einen Kaffee und ein Brötchen. Wie immer wird das Angebot gerne genutzt.
Um 16:00 Uhr dann unsere letzte "Kundin", die jeden Tag von der KVB zum Bahnsteig begleitet wird, weil sie blind ist.
Danach noch ein bisschen Papierkram und dann Feierabend.
Fabian Steiger
Twitter: Fabst93
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